Zur Zeit sind 887 Einträge im Gästebuch

Ins Gästebuch eintragen

Zurück1... 8 9 10 11 12 [13] 14 15 16 ...41Weiter

thomas
check1973@gmx.de
20.07.2001 | 13:51
Entschuldige,du lebenserfahrene Heike,dass ich vergessen habe,meinen Namen drunter zu schreiben. Ich habe keinen Bock auf Streit,aber ich denke,wenn jemandem etwas auf die Nerven geht,soll man sich melden. Ich habe die Seite lange Zeit nicht besucht,weil ich schlecht damit umgehen konnte.Aber was ihr daraus gemacht habt,konnte ich nicht unkommentiert stehen lassen. Du kamst mir nur in letzter Zeit so vor,wie eine Frau,die ich aus dem Fernsehen kenne.Sie heisst Brigitte Laemmle und hat eine Sendung immer am Freitag auf suedwest 3 glaube ich und weiss auch zu allen Dingen einen guten Rat. Trotz allem schoenes Wochenende
heike
20.07.2001 | 13:39
falls in zukunft jemand wert legen sollte, sich mit mir gepflegt zu kommunizieren, dann hier einfach meine e-mail-adresse: goofy999@gmx.de...ansonsten habe ich noch eine kleine kalenderspruchweisheit für den Tage-lang-kopf-schüttler:...wenn man eine kritik berechtigt ist, dann kann man auch seinen namen druntersetzen...gell...ich bedanke mich speziell bei starbright, mirji, isa, mohabid und b'elanna für die schönen gespräche und die vielen KONSTRUKTIVEN denkanstöße...dem rest danke ich dafür, daß ich gemerkt habe, daß ich doch schon sehr viel an toleranz entwickelt habe, und ich wünsche euch, die ihr trauert, daß ihr eine möglichkeit findet, aus eurer verbitterung einen ausweg zu finden...ich entschuldige mich auch dafür, daß ich so völlig daneben geschlagen habe mit jedem einzelnen meiner einträge...heike
ein Unbekannter
20.07.2001 | 13:24
gibt es hier eigentlich leute, die nur 5 buchstaben kennen und diese immer wieder zum selben namen kombinieren können...ist mal nur so eine frage am rande...
Einer der schon seit Tagen
20.07.2001 | 13:10
Was haben eigentlich die Eintrage der letzten Tage mit Gurgo zu tun? Nichts persoenlich gegen Heike und die anderen aber ich denke nicht,dass dies der Sinn der Page ist. Es sollte eher ein Gedenken an Gurgo sein. Danke Wahrscheinlich wirst du liebe Heike auch jetzt wieder ein paar Lebensweisheiten hervorkramen. Waere schoen,wenn du noch dazu sagen koenntest,wann diese auf deinem Kalenderblaettchen standen. Ist nicht boses gemeint,aber es geht mit der Zeit auf die Nerven
heike
20.07.2001 | 10:09
hi, mohabid...nach dem streit gestern ist er gefahren, als wir abends heimkamen, meine tochter und ich, war er nicht mehr da...hat auch nicht angerufen...ich ihn aber auch nicht...tja...wahrscheinlich war es das...manchesmal kann man jemanden noch so sehr lieben, aber er wird trotzdem nicht klappen...heike
mohabid
20.07.2001 | 09:52
Danke Heike! Aber wie soll man es dann machen? Weiterleben, als wäre nichts los? Ich hasse die Vorstellung. 600 km, klappt das auch im nächsten Jahr? Will heißen: Wie sieht eure Zukunft aus?
Heike
20.07.2001 | 08:34
guten morgen, mohabid...was dein problem mit diesem menschen angeht, der meint, dich zu lieben...wahrscheinlich tut er es auch, findet nur deine ebene nicht, auf der ihr ohne streit kommunizieren könnt...ist ziemlich witzig, ich habe meine gestrige mittagspause damit verbracht, genau dasselbe problem mit meinem freund zu haben, bzw. er sieht es wohl so wie du, nämlich, daß er das problem mit mir hat...ich komm nur langsam drauf, daß wir wohl beide nicht in der lage sind, objektiv miteinander umzugehen...es ist eigentlich immer so, daß er mir sagt, was ihn an meinem verhalten befremdet und verletzt und ich weiß eigentlich gar nicht, was ich da falsch gemacht habe...und andersrum will er aber auch nicht verstehen, was eigentlich bei mir los ist...was dann noch erschwerend dazu kommt, ist, daß er 600 km weiter weg wohnt, und in der regel höchsten alle 6 wochen mal da ist...und wenn dann mal streit ist, dann fährt er auch...für mich bedeutet das eigentlich, nie wirklich einen partner präsent zu haben, auf den ich mich auch mal verlassen kann, aber ständig diesen nicht anwesenden partner als präsent in meinen alltag mit einzuplanen...hab gnade mit uns frauen, mohabid...wir sind hinter großen klappe nicht halb so stark, wie wir immer tun...;-))...heike
starbright
starbright@witchway.de
20.07.2001 | 01:18
hi mohabid und alle... "richtig" kannte ich gurgo auch nicht, eigentlich auch nur vom sehen. ich komm aus pleinfeld, arbeite aber in gun. das dumme an dem, was nach dem leben kommt, ist, dass man es nie wissen wird. es gibt eben dinge, die sich nach herkömmlichen (wissenschaftlichen) methoden nicht beweisen lassen. hier ist eben glaube und in gewisser weise auch vertrauen gefragt. nach meiner persönlichen meinung gibt es bei derzeit ca. 6 mrd. menschen auch ca. 6 mrd. glaubensrichtungen. von daher gibts sicher einige, die sich - unter anderen in der vorstellung, was "danach" kommt, ähneln, doch genau wirds niemand wissen. es ist eben glaubenssache. meinen geistigen horziont übersteigt die vorstellung an ein "nichts", wo ich nach dem leben sein werde, von daher lautet die logische schlussfolgerung, dass wohl "irgendwas" kommen wird. ich stelle mir es in etwa so vor, dass ein leben auf der erde für die seelen sowas wie ein "arbeitstag" ist. nach feierabend gehen sie nach hause, treffen sich mit anderen, erzählen, was so passiert ist und gehen am nächsten tag wieder "auf die arbeit". allerdings tun sie das nicht, weil irgendwer sagt, dass sie das MÜSSEN, sondern weil sie es selber so wollen. und sich suchen sich jeden tag aufs neue aus, was sie denn an diesem tag arbeiten möchten... soviel fürs erste, guts nächtle euch allen...
mohabid
19.07.2001 | 14:28
Noch was! B/élana.-- Star Trek Fan?
Mohabid
19.07.2001 | 14:27
Namaste, Genau richtig getroffen, Heike. Danke! An "jemanden, der immer noch weint!" Frage! Die Luft, die Du atmest, siehst Du doch auch nicht, und weißt das Sie da ist, wenn sie durch deine Lungen strömt. Als ich damals konvus und verwirrt, aufgrund der Wirkung von Herztabletten im Bett lag, glaubte ich auch nicht an das Paradies, wie ich es heute tue. Aber weißt Du was! Ich erkannte für mich, das wenn ich aus diesem Leben scheiden sollte, das ich mehr Angst als vor dem Sterben Angst vor dem Nichts, was danach auf mich warten könnte, hatt. Ein Beweis war das nicht direkt, aber ich spürte als ich wieder zu besinnung kam, das ich etwas zurückgelassen habe. Wo sollte das hin sein? In ein schwarzes Loch, in das Nichts? Wir können vieles auf dieser Welt nicht erklären, vieles nicht verstehen. Aber wer glaubt, der bekommt Einsicht in das, was für das Auge und den Verstand ewig verborgen bleibt. Wie gut kanntest Du Gurgo? Stand er Dir nahe? Beantworte Dir selbst die Fragen und frage Dich dann, ob Du mehr Angst davor hast, wo Gurgos Geist/Seele jetzt ist, oder ob Gurgo Dir selbst am meiseten fehlt. Antwort wäre schön! Entschuldigt das Geschreibe, falls es euch wirr erscheint, aber ich hatte grad ein heftiges Problem mit jemanden der meint mich zu lieben. Dabei denke ich, das ich der Person wohl eher egal bin. Erzählt doch auch mal etwas zu Euch. Raus aus der totalen Annonymität. --Jemand der immer noch weint: Kommst Du vom LK WUG, how you be?
B'elanna
19.07.2001 | 12:51
Ich war jetzt 3 Tage nicht hier und war doch sichtlich erfreut was hier passiert ist... Ich find's echt Klasse, dass hier ein reger Austausch über "Sinn des Lebens", "Leben nach dem Tod" usw. stattfindet. Das schwierige für viele von Gurgos Freunden ist wahrscheinlich, dass sie sehr jung sind (ich möchte jetzt mal pauschal behaupten, dass über 50% unter 20 sind) und aufgrund ihres Lebensalters wahrscheinlich noch nicht so häufig mit dem Thema Tod konfrontiert waren. Das soll jetzt keine Unterstellung oder ein Vorwurf sein, mir ging es jedoch mit 18 oder 20 ähnlich. Jetzt ein paar Jährchen später, nachdem ich einige mir nahestehende Menschen verloren habe, kann ich vieles anders empfinden. Diese Menschen sind immer noch bei mir, es zählt nur, dass ihr von ihnen ein Bild in eurem Herzen tragt. Manchen Menschen bin ich sogar näher, als es zu deren Lebzeiten der Fall gewesen ist... Ich denk mir manchmal wie die Person jetzt handeln oder über mein Handeln denken würde... Das kann ungemein weiterhelfen. Dazu muss allerdings erst die akute Trauerphase beendet sein, außerdem muß man sich damit abfinden, dass die Trauer an sich vielleicht immer bleibt..., sich aber in ihrem Erscheinungsbild wandelt und vielleicht zu einer Wertvollen Erfahrung und einer Art "Ratgeber" wird. Es wäre wahrscheinlich in Gurgos Sinne gewesen, dass hier weiterhin Diskussionen stattfinden und dass hier auch alles erlaubt ist was gefällt (damit mein ich konstruktive Diskussionen; Gespräche über Pappteller, Keramikteller, Tellerwäscher... what ever..). Ich kannte Gurgo nicht sehr gut, aber er ich denke er gäbe uns sein Einverständnis für das was hier passiert. Schönen Tag noch euch allen..:-))
heike
19.07.2001 | 11:47
hallo, jemand, der immer noch weint...ich bin zwar nicht mohabid, aber ich möchte auf deine frage trotzdem eingehen...angenommen, wir wüßten, was nach dem tod kommt, könnten wir dann unser leben bewußter leben, die tage mehr genießen, besser mit problemen umgehen...für jeden kommt irgendwann der tag, an dem er geht, keine frage...wenn du jetzt wüßtest, danach käme nichts oder sinnbildlich ein hölle, dann hättest du doch jeden tag, den du bis zum zeitpunkt deines todes lebst nur angst und könntest nichts genießen...wenn du wüßtest, es käme etwas unendlich friedliches und schönes oder einfach nur ein einfacheres leben, warum solltest du dich dann in diesem leben weiter abmühen, auch dann würdest du dein leben nicht genießen...verstehst du, was ich meine?...warum brauchst du das wissen um ein paradies, um keinen grund zum trauern mehr zu haben?...wenn du mal eine bilanz ziehst, wieviele dinge um dich herum sind, die dich zum lächeln bringen, und sei es nur (pathetisch) das gänseblümchen am wegesrand, dann hat doch jeder mensch auch schon zu lebzeiten sein kleines eigenes paradies...vielleicht ist es aber einfach so, daß man sich mit dem danach eher leichter beschäftigt als mit dem jetzt und hier...aber damit nimmt man sich selbst auch gleichzeitig die möglichkeit, die positiven dinge überhaupt wahr zu nehmen...das ganze leben ist nichts weiter als eine sache des blickwinkels...ein glas kann halb voll oder halb leer sein...es ist die frage, wie ich es sehen WILL...klingt wahrscheinlich alles total bescheuert...aber noch mal zurück zur trauer: ich habe lange um meinen toten freund getrauert und darüber alles schöne im leben übersehen, bis mich mal jemand gefragt hat, ob andi das hätte so haben wollen...und ehrlicherweise mußte ich eingestehen, daß andi für mich gewollt hätte, daß ich mein leben in den griff kriege und selbst dafür sorge, daß ich glücklich werde...daran arbeite ich heute nach 10 jahren immer noch, und es scheint mir immer noch nicht zu gelingen..aber immerhin weiß ich mittlerweile schon, daß der versuch zählt...:-)...ich denk an dich, jemand der immer noch weint...heike
jemand, der noch immer wein
18.07.2001 | 22:45
hi mohabid. ich fand deinen eintrag ganz gut, bloß woher WEISST du denn nun, dass etwas nach dem leben kommt? Das man den wert des lebens erkennt, hat nichts damit zu tun, dass der mensch allein auf der erde ist und nach dem leben keinem rechenschaft ablegen muss, weil da eben nichts mehr ist. wüßte ich, dass es so etwas wie ein paradies gibt, bräuchte keiner zu trauern!
mohabid
18.07.2001 | 15:56
Cavas Starbright, Absolut richtig! Woher kommst Du eigentlich? Kanntes Du Gurgo auch?
starbright
starbright@witchway.de
18.07.2001 | 15:01
hallo mohabid. klar, ich finds auch wichtig zu glauben, mein glaube ist ein sehr fester und wichtiger teil meines lebens! doch die die nicht glauben (können, wollen, wie auch immer) sind ja deswegen weder besser oder schlechter. ich kann und will niemaden dazu zwingen, zu glauben. doch wo du recht hast: an sich selber sollte man schon immer glauben!
mohabid
18.07.2001 | 14:15
Namaste an alle, Erst einmal Dankeschön an Heike, das Du geblieben bist! Deine Erfahrungen mit dem Tod klingen interessant und da muß ich gleich mal Starbright wiedersprechen! Es ist wichtig zu glauben, ob an Gott, Mohamed,... oder an as Leben selbst. Werdet euch darüber klar, das das Leben nicht alles ist und wenn es vorbei ist, kommt etwas, was unvorstellbar schön ist. Woher ich das weiß! Ich glaube tief und fest in meinem Inneren daran. Zweimal versuchte ich mir das Leben zu nehmen und zweimal ging es schief. Gott sei dank! Aber dadurch erkannte ich, wie schön das Leben wirklich ist; wie schön es ist die Sonne aufgehen zu sehen, die Luft zu atmen und Dankbarkeit zu verspüren all das mitzuerleben dürfen. Viele die hier schreiben sahen Gurgo als einen wunderbaren Menschen an, der Spaß im Leben hatte... Ich füge hinzu, das ich glaube, das es deswegen war sweil er wußte zu leben und er lebt, wie Heike sagt in all seinen Freunden und mit all den Menschen, die ihn kannten und mochten weiter! Du pflanst einen Baum und siehst ihn wachsen und der Baum lebt in den heranwachsenden Bäumen, die durch seinen Samen heranwachsen weiter und so kommt eine Generation nach der anderen. Wie bei uns den Menschen. Ich weiß wie es ist zu trauern und zu leiden und deshalb "Jemand der immer noch weint", wenn ich Dir in irgendeiner Form helfen kann, melde Dich und gib bescheid. Niemand muß da alleine durch!!! Allen von euch wünsche ich einen schönen Tag und ein Euch bewußteres Leben!... Mohabid
Heike
18.07.2001 | 14:05
Eine kleine Geschichte mit Hintergrund: Mein Freund öffnete die Kommodenschublade seiner Ehefrau und holte ein in Seidenpapier verpacktes Päckchen heraus. Es ist nicht irgendein Päckchen, sondern ein Päckchen mit Unterwäsche darin. Er warf das Papier weg und betrachtete die Seide und die Spitze. "Dies kaufte ich als wir zum ersten Mal in New York waren. Das ist jetzt 8 oder 9 Jahre her. Sie trug es nie. Sie wollte es für eine besondere Gelegenheit aufbewahren. Und jetzt, glaube ich, ist der richtige Moment gekommen." Er näherte sich dem Bett und legte die Unterwäsche zu den anderen Sachen, die von dem Bestattungsinstitut mitgenommen wurden. Seine Frau war gestorben. Als er sich zu mir umdrehte, sagte er: "Bewahre nichts für einen besonderen Anlass auf; jeder Tag den Du lebst, ist ein besonderer Anlass." Ich denke immer noch an diese Worte...sie haben mein Leben verändert. Heute lese ich viel mehr als früher und putze weniger. Ich setze mich auf meine Terrasse und genieße die Landschaft ohne auf das Unkraut im Garten zu achten. Ich verbringe mehr Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden und weniger Zeit bei der Arbeit. Ich habe begriffen, daß das Leben eine Sammlung von Erfahrungen ist, die es zu schützen gilt. Von jetzt an bewahre ich nichts mehr auf. Ich benutze täglich meine Kristallgläser. Wenn mir danach ist, trage ich meine neue Jacke, um in den Supermarkt zu gehen. Auch meine Lieblingsdüfte trage ich dann auf, wenn ich Lust darauf habe, anstatt sie für Festtage aufzuheben. Sätze, wie z.B. 'Eines Tages...' oder 'An einem dieser Tage...' sind dabei, aus meinem Vokabular verbannt zu werden. Wenn es sich lohnt, will ich die Dinge hier und jetzt sehen, hören und machen. Ich bin mir nicht ganz sicher, was die Frau meines Freundes gemacht hätte, wenn sie gewusst hätte, daß sie morgen nicht mehr sein wird (ein 'Morgen', das wir oft zu leicht nehmen). Ich glaube, daß sie noch ihre Familie und engen Freunde angerufen hätte. Vielleicht hätte sie auch ein paar alte Freunde angerufen, um sich zu versöhnen oder sich für alte Streitigkeiten zu entschuldigen. Der Gedanke, daß sie vielleicht noch chinesisch essen gegangen wäre (ihre Lieblingsküche), gefällt mir sehr. Es sind diese kleinen unerledigten Dinge, die mich sehr stören würden, wenn ich wüsste, daß meine Tage gezählt sind. Genervt wäre ich auch, gewisse Freunde nicht mehr gesehen zu haben, mit denen ich mich 'an einem dieser Tage' in Verbindung hätte setzen sollen. Genervt, nicht die Briefe geschrieben zu haben, die ich 'an einem dieser Tage' schreiben wollte. Genervt, meinen nächsten nicht oft genug gesagt zu haben, wie sehr ich sie liebe. Jetzt verpasse, verschiebe und bewahre ich nichts mehr, was uns Freude und Lächeln in unser Leben bringen könnte. Ich sage mir, daß jeder Tag etwas Besonderes ist... jeder Tag, jede Stunde sowie jede Minute ist etwas Besonderes
Heike
18.07.2001 | 08:32
hallo, mohabid, hallo unbekannter...ich habe den film auch schon x-mal gesehen, und was mich am meisten fasziniert hat, war die tatsache, das robin williams seine kinder nicht am aussehen erkannt hat, sondern an ihren ureigensten träumen und eigenschaften...ich habe 1993 begonnen mit aidskranken zu arbeiten, weil mein bester freund damals an dieser krankheit verreckt ist, und ich etwas tun wollte, um mich diesem feind "krankheit" zu stellen...eines der letzten gespräche mit andi ging damals zum thema "was kommt danach"...er sagte damals: "ich glaube, die menschen, die mich richtig lieb haben, die übernehmen die eigenschaften von mir mit in ihr leben, die sie zum lachen und wohlfühlen gebracht haben...klar, jeder wird traurig sein, aber traurigkeit ändert nichts an der tatsache, daß jeder nur eine bestimmte zeit hier auf dem planeten hat..."...ich habe sehr getrauert, weil andi der einzige war, mit dem ich über alles sprechen konnte, vor allem über die probleme, die ich zuhause hatte, und das waren nicht wenige...ich habe über ein jahr gebraucht, bis ich andis worte verstanden hatte...und dieses eine jahr lang habe ich das leben um mich herum nicht wahr genommen...heute hilft mir im leben andis pragmatik, mit der seine krankheit gemeistert hatte, seine coolness in situationen, wo ich mir vor angst fast in die hosen mache, und wenn ich mir ein eis hole, dann ein zitroneneis, weil ich einmal mit andi so eine saublöde wette hatte...noch mal zu dem film: ich finde die darstellung des zustandes der seele nach einem selbstmord sehr bildhaft: du kommst mit einer aufgabe in die welt, findest keine möglichkeit, diese zu lösen, oder willst dich ihr einfach nicht stellen, beendest die ganze geschichte und wirst dann konfrontiert, mit dem ganzen mist, den du im leben gegen das leben unternommen hast...huch, der satz war lang...ich hoffe, daß wenigstens einige mit dem geschreibsel was anfangen können, beim rest entschuldige ich mich für meine inkonsequenz...heike
starbright
starbright@witchway.de
17.07.2001 | 23:41
hallo unbekannter. ob du nun an gott oder an ein leben nach dem tod glaubst, ist doch eigentlich gar nicht so wichtig, oder? nein bitte, steinigt mich nicht... ich meine nur, wenn dir vielleicht (!) die vorstellung eines ortes, so wie in dem film beschrieben, helfen kann, gurgo an einem ort unterzubringen, wo es ihm gut geht, dann wäre das doch schon ok, oder? das hat doch noch gar nix mit glauben zu tun. es ist erst mal nix weiter als fantasie, ein bunter gedanke. und gedanken sind frei. im übrigen ist die leben-tod-diskussion für die lebenden eine müßige - wie sollen wir je wissen, was wirklich danach kommt? oder ob überhaupt was kommt? doch ich persönlich glaube an die macht der gedanken, der fantasie. will sagen, es hilft mir, mir ein "jenseits" vorzustellen. das nimmt doch irgendwie das schreckliche am tod, finde ich. nebenbei bemerkt, den film hab ich inzwischen 3-4 mal gesehen und jedesmal rotz und wasser geheult, weil hier die liebe der beiden so schön dargestellt wird. eine liebe, die selbst den tod überdauert. und ist es nicht wirklich so, dass alle menschen, eingentlich alles, was wir mal geliebt haben und gestorben ist, doch irgendwie in uns weiterlebt?
ein Unbekannter
17.07.2001 | 18:08
an mohabid. ich kenne den film "hinter dem horizont" und finde ihn sehr aussagekräftig und wunderschön. nur mein problem ist, dass ich nicht an gott und das leben nach dem tod glauben kann. und ich denke das macht es mir so schwer, trost zu finden. denn seit dem 4. mai, wünschte ich, ich könnte an den himmel glauben.
mohabid
17.07.2001 | 16:02
Hey Mirj. Antworten gibts für jeden. Doch?! auf welche Frage denn ?
mohabid
17.07.2001 | 15:59
Leute! Es ist gut so, wie es ist. Schreibt was ihr wollt!!! Wie ist die Arbeit mit Aidskranken Kindern, Heike? Ich arbeitete im Zivildienst mit Behinderten. Tagelang geweint und doch nichts geschafft. Für mich war es schwer und heute weiß ich, das ich das nicht mehr könnte. An jemanden der immer noch weint. Deine Trauer tut mir leid und ich wünschte, Dir dabei helfen zu können die Tränen zu trocknen. Kennst Du den Film "Hinter dem Horizont"? Ich glaube, das der Himmel genauso schön ist, wie in dem Film beschrieben. Kopf hoch! Das Leben ist nur die Vorstufe für den Tod und das Wichtigste ist das, was danach kommte. Noch was! Heike verlasse das GB hier nicht! Es ist wichtig für Dich und für uns die wir hier schreiben! Überlege es Dir nochmal! Bitte!!!
Zurück1... 8 9 10 11 12 [13] 14 15 16 ...41Weiter

Ins Gästebuch eintragen

myPHP Guestbook